Die erste richtige Woche ist rum

So da bin ich mal wieder! Tut mir leid, aber ich hatte sehr wenig Zeit in der letzten Woche. Echt schwer vorzustellen, dass man nicht viel Zeit in einem fremden Land hat :D

Letztes Wochenende war eigentlich ganz relaxed. Ich habe endlich meine Gastmutter kennenlernen dürfen, die von Samstag auf Sonntag aus Swakop uns besuchen gekommen ist. Man hat sofort gemerkt, dass die Hausherrin daheim ist, da der Tag viel strukturierter und disziplinierter abgelaufen ist.

Samstag abend haben wir Deutschen uns zum gemeinsamen Abendessen im namibianischen Familienrestaurant "Spare" in der Town getroffen. Das Essen war eigentlich ganz gut, was ich so von anderen gehört habe. Mir selber ist der Appetit sehr vergangen, da ich furchtbar Bauchweh hatte... Weiß nicht weshalb, auf jeden Fall war es beim Verlassen des Restaurants weg und der Weg frei um ein bisschen namibianischen Alkohol in einer Bar namens Primi zu genießen. Noch nie so köstliche Shots wie dort getrunken! *-* 

Was mich ziemlich aufregt in Namibia ist, dass es so gut wie keine Art von öffentlichen Verkehrsmitteln gibt. Jedes mal muss ein Bekannter/Verwandter einen abholen und da absetzen, wo man hin will... Taxi fahren ist vorallem für Europäer viel zu unsicher, denn man wird leicht ausgeraubt, bedroht bzw. über den Tisch gezogen. Taxis sind hier zwar sehr billig, aber lieber nicht zu empfehlen. Als Alternative könnte man ein " Cap dailen." Das sind ca. so Taxis wie bei uns in Deutschland, nur dass sie meist bisschen länger von A nach B brauchen und mehr als die namibianischen Taxis kosten. Allerdings sind diese Caps offiziell gemeldet, somit auch sicher!

Sonntags ging es schon früh am Morgen zu der Arebbusch Lodge, in der wir gefrühstückt haben. Wie auch schon nichts anderes erwartend, war das Frühstück genauso wie in Europa. Während des Frühstücks habe ich mal die Möglichkeit gehabt, die Mutter und die Freundin meines Gastbruders Lasco, kennenzulernen. Es ist manchmal echt schwierig die Konzentration aufrecht zu erhalten, da meistens in der Familie Afrikaans gesprochen wird, aber manchmal werde ich etwas gefragt und merk ich das dann gar nicht, weil mein sonst auch abschaltet...

Nach einem angenehmen Frühstück ging es zum ersten Mal in einen namibianischen Supermarkt. Ich war ziemlich überwältigt, was für eine große Anzahl deutscher Produkte man findet! Und nein nicht nur so Süßigkeiten oder so... NEIN es gibt alles von Götterspeise und Essiggurken bis hin zu deutschem Mehl von gut&günstig und Weißwurstsenf! Echt spektakulär, dieses erste Mal in einem namibianischen Supermarkt!

Am Nachmittag waren wir bei Caseys Freund Aiman, der aus Malaysia stammt zuhause. Sein Vater ist malaysischer Botschafter in Namibia. Es war ganz interessant mit ihm über das Leben eines Botschafters zu reden und schließlich noch das Thema Rammadan anzuschneiden.

Abends waren wir zu einem Barbecue bei irgendwelchen Verwandten geladen, da jemand aus Caseys großen Familie Geburtstag hatte. Ich sags euch, namibianisches Fleisch schmeckt gut, doch an deutsches Barbecue kommt einfach kein Land dieser Welt ran! Ziemlich nervig ist bei so Familienfesten, dass immer Afrikaans untereinander geredet wird und ich nichts verstehe und somit mich sehr langweile...

Montag morgen gibts es in der 1.Stunde in der Schule immer eine Assembly. Selbstverständlich sind solche Assembly's dazu da, um aktuelle Dinge bekannt zu geben. Doch was ich nicht gedacht hätte, dass alle zusammen beten, die Nationalhymne und die Schulhymne singen müssen.

Es ist echt cool, wenn man sowas auch machen kann, ohne wie es in Deutschland der Fall ist, gleich als Nazi bezeichnet wird... 

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